Geschichte & Entwicklung
Die Geschichte des RDK e.V.
Von der Begegnung im Wohnheim zur festen kulturellen Brücke in der Region Trier-Saarburg.
Vom Wohnheim zur kulturellen Brücke
Die Wurzeln unseres Vereins reichen zurück ins Jahr 1993 im Spätaussiedler-Wohnheim in Freudenburg nahe Saarburg.
Hier trafen Menschen unterschiedlichster Herkunft aufeinander: Spätaussiedler aus Kasachstan und Sibirien sowie jüdische Emigranten aus den Großstädten der ehemaligen UdSSR. Was zu Beginn ein Nebeneinander war, wandelte sich rasch in eine Gemeinschaft. Durch gemeinsame Initiativen und Feste wuchsen die Bewohner zusammen – der Grundstein für unsere spätere Vereinsarbeit war gelegt.
Ein entscheidender Wendepunkt folgte im Jahr 1994 durch die Begegnung mit Dr. Karl-Friedrich Fey, dem damaligen Vorsitzenden der Trierer Nothilfe e.V. Durch die enge Zusammenarbeit und gemeinsamen Fahrten im Rahmen humanitärer Projekte vertieften sich nicht nur die Sprachkenntnisse, sondern auch das Engagement für die Gemeinschaft. Aus dieser Motivation heraus wurde schließlich der Russisch-Deutsche Kulturverein Trier-Saarburg e.V. (RDK e.V.) gegründet.
Kulturelles Engagement & Integration
Unser erstes großes Projekt war eine eigene Vereinszeitung, die in Eigenregie gestaltet, gedruckt und in Wohnheimen verteilt wurde. Schon bald zählte der Verein 40 aktive Mitglieder, und mit der großzügigen Unterstützung von Dr. Fey konnten wir unser erstes Kulturzentrum in der Saarstraße in Trier eröffnen.
Kultur & Begegnung
Wir organisierten Kunstausstellungen lokaler Maler, Konzerte unserer Musiker und kulturelle Veranstaltungen, die breite Unterstützung in der Trierer Bevölkerung fanden.
Ehrenamtliche Hilfe
Fachkundige Unterstützer wie Rechtsanwalt S. Forman boten kostenlose Beratungen an, während Engagierte wie H. Nebgen, A. Maly und der ehemalige Trierer Sozialdezernent P. Kreutzer das kulturelle Angebot förderten.
Bildung & Jugend
Wir gründeten eine Musikschule für Kinder, die die Gemeinschaft jährlich mit öffentlichen Konzerten begeisterte. Zudem boten wir Integrations- und Sprachkurse an.
Geförderte Projekte
Ab 1997 wurden wir offiziell als Träger von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen anerkannt, die unter anderem durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wurden.
Innovation und Blick in die Zukunft
Im Laufe der Jahre entwickelten wir uns stetig weiter. Ab 2006 veranstalteten wir an verschiedenen Grundschulen im Saarland Computerkurse nach einer eigens entwickelten Methodik, um Kindern und Senioren den Zugang zu modernen Medien zu erleichtern.
Heute nutzen wir die Chancen der Digitalisierung: Unsere Aktivitäten haben sich überwiegend in den Online-Bereich verlagert. Dadurch können wir modernste Bildungs- und Unterstützungsangebote ressourcenschonend, flexibel und ortsunabhängig bereitstellen.